Der Marburger Bund setzt sich aktiv für die Interessen der Medizinstudierenden ein. Im Folgenden sind einige jüngere Beschlüsse der Marburger Bund Hauptversammlung aufgelistet, die sich mit Themen rund um das Studium beschäftigen. Viele davon greifen Anregungen und Forderungen der im Marburger Bund engagierten Studenten auf. Eine ausführliche Übersicht über die Beschlüsse findest Du hier.
Beschlüsse der 117. Hauptversammlung, 8./9. Mai 2010 in Dresden
DEM ÄRZTEMANGEL BEGEGNEN – ERHÖHUNG DER ANZAHL DER STUDIENPLÄTZE
Der Marburger Bund fordert die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, zu prüfen, ob auch durch eine Erhöhung der Studienplätze in der Medizin mittelfristig dem Nachwuchsmangel begegnet werden kann.
ZULASSUNGSKRITERIEN ZUM MEDIZINSTUDIUM
Der Marburger Bund spricht sich für die Abiturnote als ein Kriterium zur Auswahl für die Zulassung zum Medizinstudium aus.
KEINE LANDARZTQUOTE BEI DER ZULASSUNG ZUM MEDIZINSTUDIUM
Die Hauptversammlung des Marburger Bund lehnt eine über das Zulassungsverfahren der ZVS hinausgehende Quotierung der Studienplätze in der Humanmedizin kategorisch ab. Eine Landarztquote darf bei der Zulassung zum Medizinstudium kein Auswahlkriterium werden.
Beschlüsse der 116. Hauptversammlung, 6./7. November 2009 in Berlin
MENTORENSYSTEM IM MARBURGER BUND
Der MB ermuntert seine ärztlichen Mitglieder, sich für Studentinnen und Studenten, die Mitglieder des Marburger Bundes sind und sich in Famulaturen und Praktischem Jahr befinden, als Ansprechpartner und Mentoren zur Verfügung zu stellen.
KRANKENPFLEGEPRAKTIKUM
Der Marburger Bund unterstützt das Positionspapier des Sprecherrats der Medizinstudierenden zum Krankenpflegepraktikum. Mehr dazu hier.
PFLICHTQUARTAL ALLGEMEINMEDIZIN
Der Marburger Bund spricht sich gegen eine Quartalsstruktur im Praktischen Jahr mit einem Pflichtquartal Allgemeinmedizin aus.
Beschlüsse der 115. Hauptversammlung, 16./17. Mai 2009 in Niedernhausen
ZULASSUNG ZUM MEDIZINSTUDIUM
Der Marburger Bund fordert die Universitäten auf, zusätzlich zur Abiturnote mehr Auswahlkriterien für Studienplätze zu entwickeln, welche sich an der Sozialkompetenz und Motivation für den Arztberuf der Bewerber orientieren.
SPLITTING ZWEITES STAATSEXAMEN
Der Marburger Bund fordert ein zeitliches Splitting des Zweiten Staatsexamens im Medizinstudium. Der theoretische Teil muss künftig vor dem Praktischen Jahr stattfinden, der mündliche Teil wie bisher danach.
BOLOGNA-PROZESS FÜR DAS MEDIZINSTUDIUM STOPPEN
Der Marburger Bund fordert den Gesetzgeber auf, die Planung und Umsetzung der Umstellung des Medizinstudiums auf das zweistufige Bachelor-/Master-Studiensystem unverzüglich zu stoppen. Das Ziel der Bologna-Deklaration wurde bereits erreicht - ein künstliches und unnötiges Überstülpen des zweigliedrigen Systems auf das Medizinstudium führt zudem zu Nachteilen für alle Beteiligten:
Beschlüsse der 114. Hauptversammlung, 7./8. November 2008 in Berlin
DIE LEHRE AN UNIVERSITÄTSKLINIKEN UND LEHRKRANKENHÄUSERN IST ARBEITSZEIT
Für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken und den Lehrkrankenhäusern gehört
die Mitwirkung in der Lehre zu den Dienstaufgaben. Der damit verbundene Zeitaufwand wird
von Arbeitgebern aber häufig ignoriert.
POSITIONSPAPIER DES SPRECHERRATES DER MEDIZINSTUDENTEN
Die Hauptversammlung unterstützt ausdrücklich die im Positionspapier des Sprecherrates der Medizinstudenten im Marburger Bund zum Praktischen Jahr formulierten Forderungen.
Beschlüsse der 113. Hauptversammlung, 17./18. Mai 2008 in Ulm
AUSBILDUNGSPAUSCHALE IM PRAKTISCHEN JAHR
Der Marburger Bund fordert eine angemessene Ausbildungspauschale für Medizinstudierende während des Praktischen Jahres.
Die Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Marburger Bundes. Stimmberechtigt sind Delegierte der Landesverbände. Die Versammlung tritt zweimal im Jahr zusammen. Weitere Infos zur Hauptversammlung gibt es hier.