Der Marburger Bund setzt sich aktiv für die Interessen der Medizinstudierenden ein. Im Folgenden sind einige jüngere Beschlüsse der Marburger Bund Hauptversammlung aufgelistet, die sich mit Themen rund um das Studium beschäftigen. Viele davon greifen Anregungen und Forderungen der im Marburger Bund engagierten Studenten auf.
Beschlüsse der 121. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
RESOLUTION ZUR ÄNDERUNG DER APPROBATIONSORDNUNG
1. Der Marburger Bund begrüßt die Abschaffung des Hammerexamens und die Verlegung des schriftlichen Teils vor das Praktische Jahr.
2. Der Marburger Bund begrüßt den Erhalt der Wahlfreiheit im Praktischen Jahr und die Ablehnung des Pflichtabschnitts „Allgemeinmedizin“.
3. Der Marburger Bund unterstützt die Ablehnung der Quartalisierung des Praktischen Jahres.
4. Der Marburger Bund begrüßt die Erhöhung der Fehltage im Praktischen Jahr sowie die Einführung der Möglichkeit, das Praktische Jahr auf Teilzeitbasis absolvieren zu können.
5. Der Marburger Bund unterstützt die Erhöhung der Mobilität im Praktischen Jahr. 6. Der Marburger Bund lehnt jede weitere Einschränkung der Wahlfreiheiten bei den Famulaturen ab.
7. Der Marburger Bund lehnt die Begrenzung der Ausbildungsvergütung im Praktischen Jahr ab.
KEINE VERDICHTUNG DER ÄRZTLICHEN GRUNDAUSBILDUNG
Der Marburger Bund lehnt eine weitere Verdichtung des Medizinstudiums durch eine Verkürzung der Studiendauer ab.
VERKÜRZUNG DER MINDESTDAUER EINER FAMULATUR
Der Marburger Bund fordert die Landesprüfungsämter auf, die Mindestdauer eines Famulaturabschnittes bei unveränderter Gesamtdauer von 120 Tagen von 30 auf 15 Tage zu verkürzen.
Beschlüsse der 120. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
ÄNDERUNG DER APPROBATIONSORDNUNG
Die 120. Hauptversammlung des Marburger Bundes begrüßt die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums zur Änderung der Ärztlichen Approbationsordnung. Wie bereits in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf fordert der Marburger Bund eine Überarbeitung der Ausgestaltung des Praktischen Jahres mit einer so rasch als möglich vorgenommenen Aufteilung des 2. Abschnittes der Ärztlichen Prüfung, freier Wahl der Lehrkrankenhäuser, Lehrveranstaltungsangeboten für PJ-Studenten sowie die offizielle Festsetzung eines Studientages pro Woche ohne Anwesenheitspflicht.
MINDESTANFORDERUNG AN DAS MEDIZINSTUDIUM
BEIBEHALTEN: 6 JAHRE UND 5500 STUNDEN
Für die ärztliche Ausbildung muss es in der Berufsanerkennungsrichtlinie der Europäischen Union dabei bleiben, dass die Mindestausbildungsdauer für die medizinische Grundausbildung sechs Jahre und 5500 Unterrichtsstunden umfasst. Die Kombination aus einer Mindestanzahl an Stunden und Studienjahren stellt sicher, dass alle für den ärztlichen Beruf notwendigen Kenntnisse über einen angemessenen Zeitraum und ohne übermäßigen Zeitdruck erworben werden können.
Der Marburger Bund lehnt die Einführung einer Bachelor-/Masterstruktur im Studium der Humanmedizin ab. Ein Medizinstudium, das mit dem Staatsexamen abgeschlossen wird, muss zur Sicherstellung einer hochwertigen Patientenversorgung erhalten bleiben.
ERHÖHUNG DER STUDIENPLATZZAHLEN
Der Marburger Bund sieht in einer höheren Attraktivität der Arbeitsbedingungen und der Qualität der Weiterbildung den entscheidenden Ansatzpunkt zu einer Verbesserung der Stellenbesetzung in den deutschen Krankenhäusern. Vor allem wegen der gestiegenen Erwartungen von Männern und Frauen an ein besseres Gleichgewicht von beruflicher und privater Zeit gehört dazu auf Dauer eine zunehmende Zahl von Teilzeitmodellen in der Berufsausübung. Um die gleiche Arbeitsmenge zu bewältigen, werden dann mehr erfolgreiche Studienabsolventen benötigt.
Der Marburger Bund setzt sich deshalb für eine Erhöhung der Studienplatzzahlen an deutschen Universitäten ein, unter der Voraussetzung, dass die Qualität der bestehenden Ausbildung nicht beeinträchtigt wird. Dazu müssen die Mittel für das Studium, die Ausbildung
und die Lehre entsprechend erhöht werden.
Beschlüsse der 119. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
KEINE MASTERARBEIT IM MEDIZINSTUDIUM
Die Einführung der Masterarbeit in das medizinische Curriculum, wie für den geplanten „Bolognakonformen“ Modellstudiengang in Hamburg, ist abzulehnen.
ERWEITERUNG DES QUERSCHNITTSBEREICHES 3
Der Marburger Bund spricht sich für eine stärkere Integrierung ökonomischer Aspekte in das Curriculum für den klinischen Studienabschnitt aus, durch eine Erweiterung bzw. Vertiefung des Querschnittbereichs 3 der Approbationsordnung für Ärzte.
Beschlüsse der 118. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG IM PRAKTISCHEN JAHR
Der Marburger Bund setzt sich unvermindert dafür ein, dass Lehrkrankenhäuser und Universitäten den Studierenden im Praktischen Jahr eine angemessene Aufwandsentschädigung zahlen.
AUSBILDUNGSINHALTE IM PRAKTISCHEN JAHR
Der Marburger Bund fordert die flächendeckende Einführung von Logbüchern und Lehrplänen im Praktischen Jahr sowie die Überprüfung dieser durch die Universitäten.
MOBILITÄT IM PRAKTISCHEN JAHR
Der Marburger Bund fordert, dass die Wahl des Ausbildungsplatzes für Studenten des Praktischen Jahres unabhängig von der von ihnen besuchten Hochschule sein muss.
Beschlüsse der 117. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
DEM ÄRZTEMANGEL BEGEGNEN – ERHÖHUNG DER ANZAHL DER STUDIENPLÄTZE
Der Marburger Bund fordert die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, zu prüfen, ob auch durch eine Erhöhung der Studienplätze in der Medizin mittelfristig dem Nachwuchsmangel begegnet werden kann.
ZULASSUNGSKRITERIEN ZUM MEDIZINSTUDIUM
Der Marburger Bund spricht sich für die Abiturnote als ein Kriterium zur Auswahl für die Zulassung zum Medizinstudium aus.
KEINE LANDARZTQUOTE BEI DER ZULASSUNG ZUM MEDIZINSTUDIUM
Die Hauptversammlung des Marburger Bund lehnt eine über das Zulassungsverfahren der ZVS hinausgehende Quotierung der Studienplätze in der Humanmedizin kategorisch ab. Eine Landarztquote darf bei der Zulassung zum Medizinstudium kein Auswahlkriterium werden.
Beschlüsse der 116. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
MENTORENSYSTEM IM MARBURGER BUND
Der MB ermuntert seine ärztlichen Mitglieder, sich für Studentinnen und Studenten, die Mitglieder des Marburger Bundes sind und sich in Famulaturen und Praktischem Jahr befinden, als Ansprechpartner und Mentoren zur Verfügung zu stellen.
KRANKENPFLEGEPRAKTIKUM
Der Marburger Bund unterstützt das Positionspapier des Sprecherrats der Medizinstudierenden zum Krankenpflegepraktikum. Mehr dazu hier.
PFLICHTQUARTAL ALLGEMEINMEDIZIN
Der Marburger Bund spricht sich gegen eine Quartalsstruktur im Praktischen Jahr mit einem Pflichtquartal Allgemeinmedizin aus.
Beschlüsse der 115. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
ZULASSUNG ZUM MEDIZINSTUDIUM
Der Marburger Bund fordert die Universitäten auf, zusätzlich zur Abiturnote mehr Auswahlkriterien für Studienplätze zu entwickeln, welche sich an der Sozialkompetenz und Motivation für den Arztberuf der Bewerber orientieren.
SPLITTING ZWEITES STAATSEXAMEN
Der Marburger Bund fordert ein zeitliches Splitting des Zweiten Staatsexamens im Medizinstudium. Der theoretische Teil muss künftig vor dem Praktischen Jahr stattfinden, der mündliche Teil wie bisher danach.
BOLOGNA-PROZESS FÜR DAS MEDIZINSTUDIUM STOPPEN
Der Marburger Bund fordert den Gesetzgeber auf, die Planung und Umsetzung der Umstellung des Medizinstudiums auf das zweistufige Bachelor-/Master-Studiensystem unverzüglich zu stoppen. Das Ziel der Bologna-Deklaration wurde bereits erreicht - ein künstliches und unnötiges Überstülpen des zweigliedrigen Systems auf das Medizinstudium führt zudem zu Nachteilen für alle Beteiligten:
Beschlüsse der 114. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
DIE LEHRE AN UNIVERSITÄTSKLINIKEN UND LEHRKRANKENHÄUSERN IST ARBEITSZEIT
Für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken und den Lehrkrankenhäusern gehört
die Mitwirkung in der Lehre zu den Dienstaufgaben. Der damit verbundene Zeitaufwand wird
von Arbeitgebern aber häufig ignoriert.
POSITIONSPAPIER DES SPRECHERRATES DER MEDIZINSTUDENTEN
Die Hauptversammlung unterstützt ausdrücklich die im Positionspapier des Sprecherrates der Medizinstudenten im Marburger Bund zum Praktischen Jahr formulierten Forderungen.
Beschlüsse der 113. Hauptversammlung des Marburger Bundes [PDF]
AUSBILDUNGSPAUSCHALE IM PRAKTISCHEN JAHR
Der Marburger Bund fordert eine angemessene Ausbildungspauschale für Medizinstudierende während des Praktischen Jahres.
Die Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Marburger Bundes. Stimmberechtigt sind Delegierte der Landesverbände. Die Versammlung tritt zweimal im Jahr zusammen. Weitere Infos zur Hauptversammlung gibt es hier.