Für viele Medizinstudierende bieten Famulaturen und das Praktische Jahr (PJ) die ersehnte Abwechslung zum theoretischen Studium und dem Unialltag. Für angehende Mediziner bieten sich bei der Gestaltung der praktischen Ausbildung interessante Möglichkeiten. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob man in Kliniken oder ambulanten Einrichtungen, in Deutschland oder am anderen Ende der Welt arbeiten möchte. Damit die Wahl nicht zur Qual wird und um einen größtmöglichen individuellen Lerneffekt zu erzielen, sollte man sich im Vorfeld Gedanken über seine eigenen Pläne und Wünsche machen.
Der Marburger Bund setzt sich für besser Bedingungen im Praktischen Jahr ein. Gefordert wird eine Aufwandsentschädigung, damit Studierende nicht auf weitere Nebentätigkeiten zur Arbeit in der Klinik angewiesen sind. Diese führen zu einer Überbelastung, durch die die Fehlerhäufigkeit steigt. Zudem brauchen die Studierenden Zeit zur Vor- und Nachbereitung, insbesondere mit Blick auf das Hammerexamen.
Der Sprecherrat des Marburger Bundes fordert Verbesserungen an den Bedingungen im Praktischen Jahr. Die Wahlmöglichkeiten sollen ausgebaut werden, die Ausbildungsinhalte einheitlich festgelegt werden und das Praktische Jahr soll angemessen honoriert werden.